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Wählen Sie für Ihren Wurmkomposter einen sicheren Standort, der vor direkter Sonne und vor starkem Regen und Kälte geschützt ist (z.B. Balkon, Garage, Keller, Schuppen, Hauswand oder unter einem Carport oder Baum).
Das ist abhängig von der Anzahl der Würmer sowie von den Bedingungen, die innerhalb und außerhalb Ihres Wurmkomposter herrschen. Kompostwürmer können täglich etwa die Hälfte ihres eigenen Körpergewichts fressen. Wir empfehlen, Ihren Wurmkomposter mit ca. 1000 Kompostwürmern (etwa 500g) zu starten. Bei guten Bedingungen verarbeiten die Würmer so 250g Küchenabfälle am Tag. Innerhalb nur weniger Monate wird sich die Wurmpopulation im Komposter verdoppeln. Mit steigender Wurmanzahl können Sie dann Ihre Futtermengen steigern.
Ja, Würmer lieben Faserstoffe. Deshalb sollten 20 – 30 % des Futters aus trockener Pappe oder Papier bestehen. Verwenden können Sie z. B. zerrissene Eierpappe, Pappkartons oder Zeitungspapier aber keine Hochglanzbroschüren oder Farbdrucke, da diese hohe Schwermetallgehalte aufweisen.
Würmer fressen umso besser, sobald sie sich an neues Futter gewöhnt haben. Es ist es von Vorteil, das Futter in kleine Stücke zu hacken. Ebenso verbessert sich die Leistung Ihres Komposters, diesen in einer Umgebungstemperatur von etwa 10-20 Grad Celsius aufzustellen. Würmer meiden saures Futter wie Orangen, Zitronen oder Zwiebeln. Wöchentlich eine Handvoll des Säure-Regulierers (oder stark zerkleinerte Eierschalen) hilft den Säuregehalt des Futters zu regulieren. Die gelegentliche Beigabe des Wurmaktivierers sorgt für stärkere, dickere Würmer mit großem Appetit.
Vermeiden Sie Fleischreste, Knochen sowie große Mengen an Zitrusfrüchten und Zwiebeln zu füttern. Achtung! Hunde- und Katzenkot von kürzlich «wurmbehandelten» Tieren führen zum Tod der Kompostwürmer. Auch frischer Rasenschnitt sollte auf Grund der starken Hitzeentwicklung und dem freigesetzten Ammoniak nicht Ihrem Wurmkomposter zugegeben werden.
Da die Würmer sich anfangs auch über das Kokossubstrat hermachen, dauert es einige Zeit, bis Ihre Wurmfarm zugeführte Abfälle optimal verarbeitet. Nach Ablauf dieser Zeit muß nicht mehr gewartet werden, bis die Würmer das alte Futter vollständig verarbeitet haben. Solange die Würmer direkt an der Oberfläche fressen, kann weiteres Futter dem Komposter beigegeben werden.
Bei richtiger Handhabung wird es zu keiner Geruchsbelästigung kommen. Schlechte Gerüche entstehen nur, wenn Ihnen Fehler passieren. Mögliche Gründe sind zu nasses Kompostgut, zu starke Sonneneinstrahlung oder einer Überfütterung (Fäulnis, Gährung, Schimmelbildung).
Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder haben Sie den Würmern zu früh neues Futter verabreicht, bevor diese es geschafft haben, die vorherigen Abfallmengen zu verarbeiten.Oder das Kompostgut im darunterliegenden Arbeitsbehälter hat sich so gesetzt, dass eine unüberwindbare Lücke für die Würmer entstanden ist. Füllen Sie diese Lücke einfach mit Abfällen auf, damit die Würmer nach oben gelangen können.
Küchenabfälle bestehen zu 80 % aus Wasser. Daher werden Sie wahrscheinlich nur bei extrem heißem Wetter und dann in nur geringen Mengen Wasser zuführen müssen. Beachten Sie, dass das Futter etwa die Feuchte eines ausgedrückten Schwammes aufweisen sollte.
Nein, Sie können nie zu viele Kompostwürmer haben. Würmer regeln ihre Population in Abhängigkeit vom verfügbarem Raum und der angebotenen Nahrungsmenge. Ihre Anzahl sollte sich bei etwa 6000 bis 8000 Tiere einpendeln.
Kompostwürmer benötigen reichhaltige organische Abfälle und ständige Feuchte, um zu überleben. Daher können sie nur auf gut gemulchten Gartenflächen oder in einem bestehenden Komposthaufen ausgesetzt werden. Der Gartenboden ist dafür nicht geeignet.
Würmer arbeiten am besten bei Temperaturen zwischen 10 - 30 Grad Celsius. Stellen Sie Ihren Komposter an einen geschützten Platz auf, wo er vor zu starker Sonneneinstrahlung oder strengen langanhaltenen Frost geschützt ist. Bei extremer Hitze nehmen Sie einfach den Deckel ab und kühlen Sie den Komposter durch die Zugabe von Wasser herunter. Bei extremer Kälte sollten Sie Ihren Komposter in eine geschütztere Umgebung (z.B. Keller oder Garage) stellen oder ihn mit Luftpolsterfolie oder einer alten Wolldecke umwickeln.
Solange der Komposter im Innenbereich aufgestellt ist passiert gar nichts. Im Außenbereich lässt mit sinkenden Temperaturen die Aktivität der Würmer nach und kann bei großer Kälte < 5 Grad zur Winterruhe der Würmer führen. Wichtig ist, dass Sie Ihre Würmer vor starken Frost schützen. Sie können den Komposter mit geeignetem Material isolieren (z.B. alte Wolldecke, Luftpolsterfolie) oder in den Schuppen, die Garage als auch in den Keller stellen.
Gerade vor einem Regen kann es dazu kommen, dass sich die Würmer im Deckel Ihres Komposters ansammeln. Ähnlich wie in der Natur versuchen die Würmer vor der Gefahr der Überflutung und dem Ertrinken aus dem Boden zu fliehen. Nehmen Sie deshalb als erstes den Wurmkomposter aus dem Regen, heben den Deckel ab und setzen die Würmer wieder in den Arbeitsbehälter zurück. Ein Deckel eines alten Plastikeimers kann vor starkem Regenfall schützen. Vergewissern Sie sich jedoch, dass eine gute Belüftung gewährleistet ist.
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Wurmkomposter - Fragen und Antworten
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