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Wurmkomposter

Zehn wichtige Regeln

Die zehn wichtigsten Regeln für die Kompostierung mit Würmern



1. Überstürzen Sie nichts und gehen Sie die Dinge langsam an. Es wird einige Zeit dauern, bis die Würmer den ersten Behälter zu Humus verarbeitet haben. Geben Sie zu Beginn des Kompostierungsprozesses keine großen Abfallmengen auf einmal in den Komposter. Das beste Rezept ist regelmäßig und nur wenige Abfälle zu füttern. In einem etablierten System können Kompostwürmer täglich etwa die Hälfte ihres Körpergewichtes an Futter verwerten.

2. Schichten Sie das frische Kompostgut nicht höher als 5 – 10 cm. Generell gilt: Sie können weiter frische Abfälle zugeben, solange sich Würmer in der obersten Abfallschicht (direkt unter der Abdeckmatte) befinden und dort arbeiten.

3. Kommen die Würmer mit der Verwertung der Abfälle nicht nach und es sammelt sich der Abfall im Komposter an, dann unterbrechen Sie die Fütterung für eine Weile. Ansonsten beginnt dieser zu faulen, was die Würmer stört und unangenehme Gerüche produziert, die Ratten und Fliegen jedoch anzieht. Beginnen Sie erst wieder zu füttern, wenn Sie Würmer in der oberen Abfallschicht sehen.

4. Würmer lieben die Abwechslung. Geben Sie deshalb Ihren Würmern verschiedene Abfälle zu fressen. Mit der Zeit werden Sie erkennen, welche Abfälle von den Würmern rasch verarbeitet werden und welche länger benötigen. Sorgen Sie für ausreichend Faserstoffe in Form von zerrissenen Karton, Eierschachteln oder Zeitungspapier. Diese Stoffe sollten etwa 25 % des Futters ausmachen. Alle 2-3 Wochen eine Handvoll «Worm Treat» wird die Kompostierung ankurbeln.

5. Gras- und Rasenschnitt sowie Blätter können nicht im Wurmkomposter verwertet werden. Die starke Erhitzung des Materials und die Freisetzung von Ammoniak würde die Würmer schädigen.

6. Kompostwürmer mögen keine sauren Bedingungen (< pH 6). Der ideale pH-Wert für Würmer liegt zwischen 6 und 8 (7 ist ideal). Um eine Übersäuerung zu vermeiden, sollten Sie die Zugabe von Zitrusfrüchten oder Zwiebeln vermeiden. Um der natürlichen Säure der meisten Küchenabfälle entgegenzuwirken, geben Sie alle 2-3 Wochen zusammen mit dem Abfällen eine Handvoll des Säureregulierers (Anti Acid Lime Mix) hinzu.

7. Halten Sie den Inhalt des Wurmkomposters feucht, aber nicht nass. Wässern Sie bei Bedarf. Da Küchenabfälle meist einen hohen Wassergehalt haben, ist dies eher selten notwendig. Der Inhalt des Can-O-Worms sollte so feucht sein, wie ein ausgedrückter Schwamm.

8. Gelangt zuviel Wasser in den Komposter und der Inhalt ist stark wassergetränkt, sollten Sie den Hahn öffnen und das überschüssige Wasser ablaufen lassen. Die Feuchtigkeit läßt sich durch Untermischen von zerrissenen Zeitungspapier oder Pappe aufsaugen und sorgt für eine verbesserte Belüftung des Systems.

9. Es wird einige Monate dauern, bis sich der erste Flüssigdünger im Auffangbehälter ansammelt. Danach sollten Sie die Flüssigkeit in regelmäßigen Abständen ablassen. Das gewonnene Extrakt eignet sich bestens zur Düngung von Zimmer- und Balkonpflanzen. Vor der Anwendung verdünnen Sie es mit Wasser im Verhältnis 1:10.

10. Vermeiden Sie oralen Kontakt mit den Inhalten des Komposters und waschen Sie sich die Hände.

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