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Meine kleine Wurmfarm - Outdoor

Handbuch

Mit Ihrer kleinen Wurmfarm verwandeln Sie die Küchenabfälle eines 2 - 4 Personenhaushaltes rasch und problemlos in wertvollste Pflanzennahrung, den Wurmhumus, der ein,- bis mehrmals im Jahr geerntet werden kann. Angler und Kleintierhalter versorgt unsere Wurmfarm kontinuierlich mit Köder- und Futterwürmern. Mit dem Einsatz der kleinen Wurmfarm entlasten Sie Mülldeponien und leisten zusätzlich einen wichtigen Beitrag zur CO2 - Reduktion.

Achtung! Die Kompostwürmer nach Erhalt sofort an einem kühlen Ort (bei 6 – 15° C) lagern und innerhalb von 2-3 Tagen in die Wurmfarm einsetzen.


Meine kleine Wurmfarm-Outdoor besteht aus:

  • Arbeitsbehälter, rund (Maße: H: 600 mm Ø: 470 mm / Volumen: 100 Liter)
  • ca. 1000 Kompostwürmern (Eisenia und Dendrobaena)


Vorbereitung:

  • den Boden der Wurmfarm mit einer Zeitung oder Pappe auslegen und das Spezialsubstrat samt Kompostwürmer einfüllen und warten, bis sich die Würmer vergraben haben
  • liegen gebliebene, tote Würmer werden abgesammelt und entsorgt
  • sofort oder spätestens nach 5 Tagen mit dem Füttern anfangen
  • die Substratoberfläche mit einer Abdeckung aus befeuchteter Zeitung, Karton oder Jute abdecken
  • die Farm an ihren Platz auf ca. 10 cm Rindenmulch stellen


Der Standort:

Diese Wurmfarm ist für den Außenbereich (Outdoor) geeignet. Sie sollte jedoch nicht in praller Sonne, sondern im Halbschatten aufgestellt werden. Bei Außentemperaturen von über 30 ºC versuchen die Würmer in kühlere Zonen (nach unter) zu fliehen. Ähnlich verhält es sich bei zu starker Kälte bzw. Frost. Ist ihnen in beiden Fällen keine Rückzugsmöglichkeit gegeben, sterben sie. Bei Frostgefahr muß Ihre Wurmfarm deshalb an einen geschützten, warmen Ort, wie zum Beispiel im Keller oder in der Garage stehen. Geben Sie den Würmern mehr Küchenabfälle, entsteht durch die Kompostierung der Abfälle ausreichende Wärme. Die optimalen Temperaturen Ihrer Würmer liegen zwischen 15 und 25 ºC.


Das Futter:

„Meine kleine Wurmfarm“ ist speziell für die Beseitigung des anfallenden Küchenabfalls entwickelt worden. Generell kann alles, was organisch ist, den Würmern als Futter dienen. Das Futter sollte jedoch nicht zu feucht oder zu trocken, nicht zu sauer oder zu basisch und nicht zu toxisch sein. Ideal ist, wenn das Material die Feuchte eines ausgedrückten Schwamm hat. Tipp: Sollte es in der Ihrer Wurmfarm zu feucht sein, reicht es oft eine Zeitung der Länge nach in kleine Streifen zu reißen und diese dem Abfall beizumischen, um das überschüssige Wasser zu binden und für eine gute Belüftung zu sorgen. Die organischen Abfälle müssen stets gut zerkleinert und durchmischt werden. Je vielfältiger die Futterstoffe sind, desto gehaltvoller wird der Wurmhumus.

Tipp: Frieren Sie Ihre gesammelten Küchenabfälle für einen Tag ein und tauen Sie diese wieder auf. Die Abfälle lassen sich auch einfach mit einem Schredder, Küchenmixer, Fleischwolf, Stoßscharren, Spachtel oder Messer zerkleinern.


Speiseplan für Kompostwürmer

Was darf ich füttern?

  • sämtliche anfallende Gemüse- und Obstabfälle
  • altes Brot, gekochte Nudeln, Reis, Kartoffeln
  • Teebeutel, Zellstoff, Kaffeereste und Filtertüten
  • Inhalt aus dem Staubsaugerbeutel
  • Baumwolle, Wolle, Tier- und Menschenhaare
  • zerkleinerte Zeitungen oder Pappe
  • zerkleinerte Eierschalen
  • geringe Mengen Sägemehl oder Holzasche
  • Kot von Nagetieren und Vögeln
  • Wildkräuter


Was darf ich nicht füttern?

  • Fleischabfälle in größeren Mengen
  • Essensreste mit hohem Salzgehalt
  • größere Mengen an Schalen von Zitrusfrüchten
  • Blätter von Eiche, Buche, Nuß oder von Nadelbäumen
  • Milchprodukte, Fette, Knochen
  • Katzen-oder Hundekot
  • bunt bedrucktes Papier, Hochglanzpapier
  • Plastik, Glas, Metall
  • Rasenschnitt
  • irgend etwas im Übermaß

Wie füttere ich richtig?

Würmer verarbeiten täglich etwa die Hälfte ihres Körpergewichtes. „Meine kleine Wurmfarm“ startet mit über 1000 Kompostwürmern verschiedener Größe. Nach einer Eingewöhnungsphase, von etwa einem Monat, verarbeiten sie etwa 250g Abfall pro Tag zu wertvollem Humus. Da die Würmer über die Zeit wachsen und sich vermehren, steigt auch ihr Appetit. Sie füttern richtig, wenn Sie im Wechsel jeweils nur eine Hälfte des Arbeitsbehälters mit zerkleinerten Abfallresten befüllen. Diese Technik sorgt bei einer eventuellen starken Erwärmung des Kompostmaterials, dass sich die Würmer von dem zu heißen Material in die andere, kühlere Hälfte der Wurmfarm zurückziehen können. Gehen Sie die Dinge langsam an und Füttern Sie nicht zu viel auf einmal. Geben Sie regelmäßig, aber nur wenige Abfälle in den Komposter und schichten Sie Ihre Küchenreste nicht höher als 5-10 cm. Sie können solange frisches Material zufüttern, solange sich Ihre Würmer direkt unter der obersten Streuschicht aufhalten und ihre Arbeit verrichten. Unterbrechen Sie die Fütterung wenn Sie sehen, dass die Würmer mit der Verwertung nicht nachkommen und sich Ihre Abfälle im Behälter sammeln. Geben Sie dem Futter regelmäßig zu etwa 30 % Zellulose in Form von zerkleinerten Karton, Eierschachtel oder Zeitung hinzu.


Das Entleeren / Die Ernte

Entleert wird, wenn Ihre Wurmfarm keinen Platz mehr für neuen Abfall hat. Dies ist je nach Futtermenge sowie Fütterungsintervall unterschiedlich und erfolgt meist 2-3 mal im Jahr. Mit den Händen (benutzen Sie Handschuhe!) oder einer kleinen Gartenschaufel werden die obersten 10-15 cm Kompostmaterial mit samt den darin befindlichen Würmern entnommen und in einem Eimer oder anderen Gefäß zwischengelagert. Dann wird der verbliebene Inhalt (Wurmhumus) entleert, die Farm gesäubert und die anfangs entnommene oberste Schicht samt Würmer wieder eingesetzt. Spätestens nach 1-3 Tagen sollte mit dem Füttern angefangen werden. Der gewonnene Wurmhumus kann nun angetrocknet, gesiebt und für Ihre Pflanzen im Garten oder zu Hause verwendet werden. Er ist der beste natürliche Dünger und Bodenverbesserer, den es gibt.


Verwendung von Wurmhumus

Wurmhumus hat einen hohen Gehalt an Nährstoffen sowie organischer Substanz und ist deshalb ein hervorragendes Pflanzenwuchsmedium. Er ist reich an leicht löslichen Pflanzennährstoffen und sein feinkrümeliges Gefüge verbessert die Bodenstruktur im hohen Maße. Es ist nicht nötig den Wurmhumus vor seiner Anwendung zu sterilisieren, da er Bakterienarten enthält, die auf Ihre Pflanzen günstige Wirkungen haben und sie nicht schädigen. Er kann für die Aussaat, zur Bepflanzung von Bäumen und Sträuchern sowie als Kopfdünger für Topfpflanzen verwendet werden.

Aussaaterde: 25 % Wurmhumus, 25% Perlite, 50% Torf

Blumentopferde: 25 % Wurmhumus, 25% Perlite, 25% Torf , 25% Sand

(Hinweis: Beachten Sie bitte, dass Kokosfasern oder Baumrinde angemessene Alternativen zu Torf sind.)

Kopfdünger: Mit einer kleinen Schaufel oder einem Löffel entnehmen Sie etwa 12 mm Erde aus dem Blumentopf und füllen anschließend mit Wurmhumus auf. Mischen Sie nun den Wurmhumus leicht unter und gießen Sie. Durch das Gießen gelangen die Nährstoffe zu den Pflanzenwurzeln. Für die Pflege Ihrer Topfpflanzen genügt, je nach Topfgröße, die monatliche Gabe eines Tee-, bzw. Esslöffels voll Wurmhumus.

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